Ihme-Cup

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Wie schon in den Vorjahren nahm ich auch heuer wieder am Ihme-Cup in Hannover teil und konnte am Ende zumindest die beim Ramada-Cup in Kassel verlorenen DWZ-Punkte wieder gut machen. Leider gibt das Partienmaterial für einen ausführlichen Bericht nicht allzuviel her. Außer der hier präsentierten Partie wäre nur der Verlust gegen den starken Andreas Herrmann (HSK/Lister Turm) näherer Betrachtung wert. Gegen Joachim Glaschak (TSV Burgdorf) und Hans Lennart Seidenstücker (SC Stadthagen) gewann ich ein bißchen zu leicht, und die Partie gegen Holger Weber (SV Springe) war von meiner Seite aus dilettantisch geführt und endete unverdient trotzdem Remis. Dafür gehört die Partie gegen Florian Grünewald vom SC Braunschweig-Gliesmarode trotz ihrer nur 29 Züge, in denen wir mit sechs Figurenopfern das gesamte Brett abräumen, zu den verrücktesten in meiner Sammlung.

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[Event "Ihme-Cup"] [Site "Hannover"] [Date "2015.05.09"] [Round "2.8"] [White "Gruenewald, Florian"] [Black "Braun, Ingram"] [Result "1/2-1/2"] [ECO "B43"] [WhiteElo "2022"] [BlackElo "1853"] [SetUp "1"] [FEN "r3kb1r/1bq2ppp/p2ppn2/1p2n3/3NP1P1/P1N1BP2/1PPQB2P/2KR3R b kq - 0 12"] [PlyCount "34"] [EventDate "2015.05.08"] [EventRounds "5"] [EventCountry "GER"] 12... Nc4 ({Hier hätte man das systemgemäße} 12... Rc8 {spielen können.}) 13. Ndxb5 {Sucht Verwicklungen – Figurenopfer Nr. 1.} axb5 14. Nxb5 Qc6 $146 ({Vorgänger:} 14... Nxd2 15. Nxc7+ Kd8 16. Nxa8 Nxf3 17. Bxf3 Bxa8 18. Bg5 Kc7 19. Rhe1 Be7 20. Rd3 Rb8 21. Red1 {1-0 (21) Michalik,P (2225)-Jurcik,M (2175) Vrutky 2005}) 15. Bxc4 Qxc4 16. Nxd6+ Bxd6 17. Qxd6 {Soweit ist alles forciert. Weiß hat mit drei Bauern für die Figur eigentlich genug Material, und Schwarz kann vorerst nicht rochieren.} Rc8 {[%csl Gc2]} 18. Rd2 (18. c3 $142) 18... Qa2 {Daran hatte ich über eine halbe Stunde überlegt und war zu dem Schluß gekommen, daß es spielbar sei, weil der weiße König auf den weißen Feldern kein Versteck findet. Laut Computer sollte es ziemlich forciert in remislichen Stellungen enden.} ({Der Gewinnversuch bestand demzufolge eher in} 18... Bxe4 19. b3 (19. fxe4 Qa2 20. Rdd1 Qa1+ 21. Kd2 Qxb2 (21... Nxe4+ 22. Ke1 Nxd6 23. Rxa1 Rxc2 $13)) 19... Qxb3 20. Bc5 {[%csl Ge7]} Qb7 21. g5 Nd5 22. fxe4 Nc3 23. Qb6 Qxb6 24. Bxb6 h6 25. g6 O-O $11) ({Der alternative Plan bestünde in} 18... Qc7 19. Qxc7 (19. Qb4 Qe7 {um zu rochieren, wenn Weiß die Damen nicht tauschen will.}) 19... Rxc7) 19. c3 $2 {Figurenopfer Nr. 2 sollte verlieren.} ({Richtig war} 19. Rd3 Qa1+ 20. Kd2 Qxh1 21. Bc5 Nxe4+ 22. fxe4 Qg2+ 23. Kc1 (23. Kc3 $2 Rxc5+ 24. Qxc5 Qxe4 25. b4 Qc6 26. Qxc6+ Bxc6 {Dieses Endspiel dürfte für Schwarz besser sein, da er auch einen Freibauern hat. Den Vormarsch seiner Bauernmajorität mit der Bekämpfung des Freibauern zu verbinden, dürfte Weiß schwer fallen.}) 23... Qh1+ 24. Rd1 (24. Kd2 { Stellungswiederholung}) 24... Qxd1+ $1 25. Qxd1 (25. Kxd1 Rd8 $19) 25... Rxc5 26. Qd4 Rc8 27. Qxg7 Rf8 {und das sollte Schwarz nicht verlieren.}) 19... Qa1+ 20. Kc2 Qxh1 21. Bc5 {[%csl Ge7][%cal Gg4g5,Gd6d7] Darauf hatte sich Weiß verlassen und geglaubt, Schwarz käme aus dem Mattnetz nicht mehr heraus. Es droht auch g5 und der Springer kann wegen des Schachs auf d7 nicht ziehen.} Bxe4+ $3 {Opfer Nr. 3 war Gegenstand meiner langanhaltenden Kontemplation.} ( 21... Rxc5 $4 22. Qd8#) 22. Kb3 (22. fxe4 $4 Qxe4+ 23. Kc1 Qb7 {und die Drohungen auf e7 und d7 sind gedeckt}) 22... Bd5+ {Damit sind die Drohungen auf d7 und d8 abgewehrt!} 23. Kb4 ({Der Witz ist} 23. Rxd5 $4 Nxd5 {[%cal Gd5e7] und es gibt kein Matt.} 24. c4 $2 Qxf3+ 25. Ka2 Qxg4 26. cxd5 Qc4+ 27. Kb1 Qxc5) 23... Rxc5 {Opfer Nr. 4 ist erzwungen, um das Matt abzuwehren.} 24. Qxc5 Nd7 $6 {Opfer Nr. 5 sollte auch noch gewinnen. Das Rückopfer des Turmes schien mir ein risikoloser Weg, denn Remis habe ich wegen der offenen weißen Königsstellung immer.} (24... Kd7 {Selbst das würde zum gewinnen reichen. Am Brett dachten wir beide, das gäbe Dauerschach.} 25. Qb5+ Kd8 26. Qb6+ Ke8 27. c4 (27. Qb8+ Ke7 28. Qxh8 Qc1)) ({Der klarste Gewinnweg ist} 24... Qc1 25. Qc8+ Ke7 26. Qc5+ Kd8 27. Qb6+ Ke8 28. Qe3 (28. Re2 $2 Qf4+ 29. Qd4 Qb8+) 28... Nd7 {und der schwarze Turm kommt bald ins Spiel.}) 25. Qc8+ Ke7 26. Qxh8 Qxf3 $2 { Das vergibt fast den gesamten schwarzen Vorteil.} (26... Qc1 27. Re2 (27. Rd4 Qxb2+) 27... Qf4+ {mit baldigem Matt.}) 27. Rd4 $2 (27. Qxg7 {und jetzt ist es wirklich schwierig, dem Dauerschach zu entgehen.}) 27... Qf2 $2 (27... Qe2 28. b3 Qe5 {[%csl Gg7][%cal Ge5d6] gewann.}) 28. b3 Qb2 $2 (28... Qxh2 29. c4 {war uns beidem am Brett nicht klar, ist aber eindeutig gewonnen für Schwarz.} (29. Qxg7 Qb8+) 29... Qd6+ 30. Kc3 Qg3+ 31. Kb4 Qe1+ 32. Kb5 Qc3 {[%csl Gb3,Gd4]}) 29. Rxd5 {(=) Opfer Nr. 6 beschäftigte mich zumindest lange genug, um mir ein Remis abzunötigen. Nachdem ich auf der Suche nach Fluchtfeldern für meinen König nur noch 50 Sekunden auf der Uhr hatte, nahm ich an, obwohl Schwarz immer noch besser steht.} 1/2-1/2
Vor der Siegerehrung: Turnierleiter Michael Gründer (Mitte) und NSV-Präsident Michael S. Langer zählen die Preise aus. Links Schiedsrichter Günter-Fritz Obert.
Warten auf die Siegerehrung: Felix-Hagen Jacobi (Hamelner SV, links) und Hans Lennart Seidenstücker vertreiben sich die Zeit mit Blitzen.
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