7. Vellmarer Schachtage

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Nachdem die offenen Turniere in Nordhausen und Möhnesee bedauerlicherweise nicht mehr stattfinden, sind die Vellmarer Schachtage um so wichtiger als Turnier für die Sommerferien in der Mitte Deutschlands. Schon immer sehr gut organisiert, sind sie seit dem Umzug von der Kulturhalle Niedervellmar in die besser geeignete Mehrzweckhalle Frommershausen (eines der Vellmarer Altdörfer) nunmehr auch mit einer überaus großzügigen Räumlichkeit ausgestattet, die wohl auch 400 Teilnehmer problemlos aufnehmen würde. Diesmal wurde mit 193 Spielern, darunter auch eine Gruppe aus China, ein neuer Teilnehmerrekord aufgestellt. Erstmals wurde das gesamte A-Turnier mit DGT-Brettern live ins Internet übertragen.

Kurz vor Beginn der Runde ein Blick in die weitläufige Mehrzweckhalle Frommershausen.

Ich befand mich unter den 71 Teilnehmern des A-Turniers knapp in der unteren Hälfte und wurde deshalb gegen den mittlerweile sehr stark gewordenen Markus Hahn vom Kasseler SK gelost. Obwohl ich die ganze Partie unter Druck stand, hätte ich die Partie remis halten können.

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[Event "7. Vellmarer Schachtage A-Gruppe"] [Site "Vellmar"] [Date "2015.08.06"] [Round "1.3"] [White "Hahn, Markus"] [Black "Braun, Ingram"] [Result "1-0"] [ECO "D12"] [WhiteElo "2265"] [BlackElo "1861"] [SetUp "1"] [FEN "r6r/pp1kb1p1/nn2ppp1/1N1p4/3P2PP/4P3/PP1B1P2/2R1KB1R w K - 0 16"] [PlyCount "83"] [EventDate "2015.06.06"] [EventType "swiss"] [EventRounds "7"] [EventCountry "GER"] 16. Bd3 g5 (16... f5 $142 17. h5 {gefiel mir aber nicht.}) 17. h5 Rhc8 18. Rxc8 Nxc8 19. f4 Nb4 (19... gxf4 20. exf4) 20. Bb1 a6 21. Nc3 Nc6 22. f5 ({Zu erwägen wäre auch} 22. fxg5 fxg5 23. Rf1 Nd6) 22... Nd6 23. Ke2 Bf8 24. fxe6+ (24. Na4 Nc8 {[%cal Gf8c5]} (24... Re8 $2 25. Nc5+ {[%csl Ge6]})) 24... Kxe6 25. Bc2 {[%cal Gc2b3,Gb3d5]} b5 26. Rf1 (26. Bb3 Nc4) 26... Re8 27. Bg6 Rd8 28. Rc1 Ne7 29. Bh7 Rc8 30. Kd3 Nc4 31. Rb1 Nxd2 32. Kxd2 b4 $2 {zu voreilig.} 33. Na4 Rc6 34. Rc1 (34. Nc5+ Kf7 35. Bd3 a5 36. e4 Rc7 (36... dxe4 $2 37. Bc4+ Ke8 38. Bb5) 37. Rc1 dxe4 38. Bc4+ Ke8 39. Ke3) 34... Rxc1 35. Kxc1 {Der Lf8 steht jetzt sehr unglücklich, weswegen Weiß deutlich besser steht.} f5 $2 $138 { Das geht nicht und sollte jetzt einfach verlieren.} 36. Nc5+ Kf7 (36... Kf6 37. Nd7+ Kf7 38. gxf5) 37. gxf5 $18 a5 38. Kd2 Nc8 39. Bg6+ Ke7 (39... Kf6 40. e4 $1 Bxc5 (40... dxe4 41. Nxe4+ Ke7 42. Nxg5) 41. e5+) 40. e4 $2 {Jetzt will Weiß zu schnell gewinnen.} (40. Ne6 {[%csl Gf8,Gg7]} {z. B.} g4 41. Ke2 Nd6 42. Nc7 {[%csl Gd5]}) 40... dxe4 41. Nxe4 g4 42. Ke3 Nd6 43. f6+ {Die nächste Ungenauigkeit gibt Schwarz wieder Chancen.} gxf6 44. Nxd6 Bh6+ {Dieses Schach war ihm wohl entgangen.} 45. Kf2 Kxd6 46. Kg3 Kd5 $2 {Schade!} (46... Be3 $1 { hält Remis.} 47. Kxg4 Bxd4 48. h6 (48. Kf5 b3 49. axb3 Ke7 50. h6 Kf8 $11) ( 48. b3 Be3 $11) 48... f5+ 49. Bxf5 Bxb2 50. Bc2 Ke7) (46... f5 $1 {hält Remis. Ich hatte durchaus gesehen, daß ich der Bf6 eher stört als nützlich ist, dachte aber, ich könnte noch weitere Tempi gewinnen.} 47. Bxf5 Kd5 48. Kxg4 ( 48. Bxg4 Kxd4 49. Bd1 Bc1 50. b3 Ke5 51. Kg4 Kf6) 48... Kxd4 49. Bc2 Ke5 50. b3 ) 47. Kxg4 a4 (47... Kxd4 48. Kf5 Bf8 49. Bf7 Kd3 50. b3 Kc3 51. Be8 Kb2 52. Ba4 Bg7 53. Kg6 Bf8 54. h6 Bxh6 55. Kxh6 Kxa2 56. Kg6 {und Weiß gewinnt.}) 48. Kf5 Bc1 49. Be8 Kxd4 50. Bxa4 Kd3 51. Kg6 Bxb2 52. h6 f5 53. Kxf5 Kd4 54. Ke6 Ke4 55. h7 Kf4 56. Kf7 Kg5 57. Kg8 1-0

In der zweiten Runde kam es zum südniedersächsischen Bezirksduell mit Dietrich Schlotter vom Hildesheimer SV, in dem mir Fortuna breit zulächelte, als ich ein sehr remisliches Endspiel gewann.

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[Event "7. Vellmarer Schachtage A-Gruppe"] [Site "Vellmar"] [Date "2015.08.07"] [Round "2.26"] [White "Braun, Ingram"] [Black "Schlotter, Dietrich"] [Result "1-0"] [ECO "A05"] [WhiteElo "1861"] [BlackElo "1858"] [SetUp "1"] [FEN "1rb2rk1/2qn1pb1/1pp2npp/p3p3/4P3/2P1BNPP/PPQN1PB1/R2R2K1 w - - 0 15"] [PlyCount "93"] [EventDate "2015.06.06"] [EventType "swiss"] [EventRounds "7"] [EventCountry "GER"] 15. Nc4 {Ich wollte den Springer gegen den weißfeldrigen Läufer abtauschen, was mir wohl etwas positionellen Vorteil verschafft hätte.} b5 $2 {Nach diesem Zug folgt ein beidseitiges taktisches Gepatze.} (15... Ba6 16. Bf1) ( 15... Re8 16. Nd6) 16. Ncxe5 ({oder} 16. Nd6 Ne8 17. Nxc8 Rxc8 18. b3) 16... Nxe5 17. Nxe5 Nxe4 $2 (17... Bxh3 $142 $1 18. Bf4 Bxg2 19. Nd7 Qc8 20. Nxf6+ Bxf6 21. Kxg2 Rb7 22. Bxh6 $16) 18. Nxc6 $2 {Das führt zwar zu Vorteil, aber viel besser wäre Sxg6 gewesen.} (18. Nxg6 $142 fxg6 19. Qxe4 (19. Bxe4 Bxh3 20. Bxg6) 19... Bf5 20. Qxc6 Qxc6 21. Bxc6 b4 22. Bd5+ Kh8 23. g4 bxc3 24. gxf5 cxb2 25. Rab1 $18 {mit klarer Gewinnstellung.}) 18... Qxc6 19. Bxe4 Qa6 $4 20. Bf4 $4 (20. Bc5 $1 {gewinnt die Qualität wegen einer Damenfangdrohung.} Re8 $4 21. Rd6 {[%cal Gd5a8,Gd6a6,Gc5a7]}) 20... Rb6 {Diese Stellung ist zwar noch immer vorteilhaft für Weiß, aber seine Bauernmajorität ist nicht sehr beweglich und der unvermeidliche Abtausch der weißfeldrigen Läufer läßt seine Königsstellung etwas labil zurück, weswegen das Gewinnen hier nicht einfach ist.} 21. Kh2 Bb7 22. Re1 Bxe4 23. Rxe4 Re6 24. Rae1 Rfe8 25. Rxe6 Rxe6 26. Rd1 Qc6 {[%csl Ge2,Gf3] (=)} 27. Qd3 a4 28. Qd5 a3 29. bxa3 Qxc3 30. Qb3 Qc6 (30... Re2 $142 {aber beide Seiten verkehrten jetzt in Zeitnot.}) 31. Qd5 Qc4 32. Be3 Qxd5 $2 {Er glaubte wohl, jetzt den materiellen Gleichstand herstellen zu können, aber Weiß kann den Mehrbauern behaupten.} 33. Rxd5 Ra6 34. Rxb5 Rxa3 35. Rb8+ Kh7 36. Rb7 {[%cal Gb7a7,Gb7f7]} Rxa2 37. Rxf7 Kg8 38. Rd7 Ra8 39. Kg2 Rc8 40. Kf3 Re8 {Die Zeitnot ist vorbei, aber die Stellung sehr remislich. Selbst wenn Weiß mal einen Freibauern bilden würde, wäre sowohl das Endspiel L-L als auch T-T remis, weswegen wenig Optionen für Fortschritte bestehen.} 41. h4 Rf8+ 42. Kg4 Rf5 {Sucht man nach solchen Endspielen in der Datenbank, dann werden sie manchmal gewonnen, wenn die stärkere Partei Königsangriff bekommt. Daran ist hier nicht zu denken, denn der weiße König kommt nicht nach vorne. Im Übrigen wären ungleichfarbige Läufer dafür günstiger, weil sie sich nicht gegeneinander abtauschen können.} 43. Kh3 Rb5 44. g4 Ra5 45. Bd4 {Mit wenig Zeit auf der Uhr entschloß ich mich, noch etwas im reinen Turmendspiel zu stochern.} Bxd4 46. Rxd4 g5 $2 {Das ist schon suboptimal.} (46... Ra3+ 47. Kg2 Ra5) 47. hxg5 $2 ( 47. Rd7 Ra3+ {ist nichts.}) (47. Rd6 Kg7 48. h5 Ra3+ 49. Kg2 Ra2 50. Rg6+ Kh7 51. Rb6 Kg7 52. Rb7+ Kf6 53. Kg3 Ra3+ 54. f3 Ra6 $8 (54... Ra1 $4 55. Rh7 $18) 55. Rb5 (55. Kf2 Ra2+ 56. Ke3 Ra3+ 57. Ke4 Ra4+ 58. Kd5 Ra5+) 55... Rc6 56. Ra5 {und Weiß kommt nicht weiter.}) 47... hxg5 48. Rd7 Re5 49. Kg3 Kf8 50. f3 Kg8 51. Kf2 Kf8 52. Rh7 Re6 {Das verliert noch nicht, ist aber schon ungenau.} ( 52... Kg8 53. Rh5 Kf7 54. f4 {war die Idee, ist aber auch remis.} Re4 55. Rxg5 Rxf4+ {und es ist nichts zu machen.}) 53. Rh5 Rg6 54. Ke3 Re6+ $6 {Danach muß man schon genau spielen.} (54... Kf7 55. Ke4 Kf6 {ist simpel remis.}) 55. Kd4 Rf6 $2 {Und da ist es passiert: Weiß gewinnt.} (55... Rg6 $1 56. Rh7 (56. Ke5 Kg7 57. Kf5 Rf6+ {bringt nichts.}) 56... Kg8 57. Rb7 Rf6 58. Ke4 Rf4+ 59. Ke3 Rf6 60. Rc7 Re6+ 61. Kd4 Rf6 62. Ke4 Rf4+ {hielte die Stellung noch mit Ach und Krach.}) 56. Ke4 Rf4+ 57. Ke3 Kf7 58. Rxg5 Ra4 59. Rb5 Kf6 60. Kf2 Ra2+ 61. Kg3 1-0

Die dritte Runde brachte mir dann mit Teodora Rogozenco (Hamburger SK) die Tochter des Bundestrainers. Das erzeugte die amüsante Kalamität, daß ich normalerweise mit Weiß nach dem Buch ihres Vaters spiele. Aber ich hatte mir ohnehin vorgenommen, bei den Eröffnungen etwas zu experimentieren. Leider spielte ich die richtige Idee aus den falschen Gründen heraus.

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[Event "7. Vellmarer Schachtage A-Gruppe"] [Site "Vellmar"] [Date "2015.08.07"] [Round "3.13"] [White "Braun, Ingram"] [Black "Rogozenco, Teodora"] [Result "0-1"] [ECO "A00"] [WhiteElo "1861"] [BlackElo "2043"] [SetUp "1"] [FEN "3r1rk1/1p2qpp1/2pbnn1p/p3p3/2P1P1bN/1PN3P1/PBQR1PBP/5RK1 w - - 0 16"] [PlyCount "46"] [EventDate "2015.06.06"] [EventType "swiss"] [EventRounds "7"] [EventCountry "GER"] 16. h3 {Weiß hat sich schwache schwarze Felder eingehandelt.} Nd4 ({oder} 16... g5 17. Nf5 Bxf5 18. exf5 Nd4 19. Qb1) 17. Rxd4 $1 {Das geht zwar, aber Weiß muß danach ganz anders spielen als im Text.} exd4 18. Nb1 $2 {Danach ist es praktisch aus. Weiß hat zwar einen Bauern für die Qualität, aber die Aktivität der schwarzen Figuren ist viel zu gut.} (18. hxg4 dxc3 19. Nf5 Qe6 20. Qxc3 Bb4 21. Qc1 {[%cal Yb2g7,Yf5g7] und Weiß hat Gegenspiel.} (21. Nxh6+ $2 Kh7 22. Qf3 Kxh6 23. g5+ Kxg5 24. e5 Qf5 25. exf6 Qxf3 26. Bxf3 g6 $17)) 18... Bc8 19. Bxd4 Bc5 20. Bxc5 Qxc5 21. Nc3 b5 22. cxb5 cxb5 23. Rc1 Qh5 24. Nd5 Nxd5 25. exd5 Rfe8 26. Qd2 Qg5 27. Qd1 Bb7 28. d6 $4 ({Mit} 28. Rc5 { hätte man die Partie noch etwas hinschleppen können. Ich spiele jetzt nur bis zur Zeitkontrolle weiter, weil die Gegnerin immer knapp an Zeit war.}) 28... Rxd6 29. Qxd6 Qxc1+ 30. Kh2 Bxg2 31. Kxg2 Qc2 32. Qb6 Qe4+ 33. Nf3 Qb4 34. Qc6 Re2 35. Qc8+ Qf8 36. Qc6 Qe8 37. Qc3 Rxa2 38. Qd3 Qe2 0-1

In der vierten Runde sah ich mich dann mit den Nachteilen der Liveübertragung konfrontiert, denn Philipp Reitz vom VfR-SC Koblenz wiederholte bewußt die Eröffnung aus meiner Partie mit Markus Hahn. Ich wechselte früh die Variante, denn gegen einen etwa gleichstarken Spieler wollte ich nicht nur klammern. Schließlich gewann ich etwas glücklich.

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[Event "7. Vellmarer Schachtage A-Gruppe"] [Site "Vellmar"] [Date "2015.08.08"] [Round "4.25"] [White "Reitz, Philipp"] [Black "Braun, Ingram"] [Result "0-1"] [ECO "D47"] [WhiteElo "1851"] [BlackElo "1861"] [SetUp "1"] [FEN "r2q1rk1/pb3ppp/2pbpn2/4N3/1p1P1P2/3BP3/PP4PP/R1BQ1RK1 b - - 0 13"] [PlyCount "41"] [EventDate "2015.06.06"] [EventRounds "7"] [EventCountry "GER"] 13... c5 {Schwarz hat durch Abweichen von der sehr bekannten Hauptvariante schon die Initiative übernehmen können.} 14. b3 $2 Be4 $6 {Verfolgt stur den Plan, den guten Angriffsläufer des Anziehenden abzutauschen und den Springer auf e4 zu implementieren.} (14... cxd4 $1 15. Bb2 (15. exd4 $4 Bxe5 16. fxe5 ( 16. dxe5 Qd4+ {[%cal Gd4g1,Gd4a1]}) 16... Ne4) 15... dxe3 {wollte der Gegner spielen. Darauf hätte ich mich einlassen sollen, denn die Kompensation ist schwach.}) 15. Bb2 cxd4 (15... Rc8) 16. Bxd4 (16. Bxe4 $142 Nxe4 17. Qxd4 Bxe5 18. Qxe5 Qf6 19. Qxe4 Qxb2 20. Qxb4 Rfd8 21. Qe4 Rac8 22. f5 exf5 23. Qxf5 Rc7 24. Qf2) 16... Bxd3 $6 {Ärgerlich, ein Fingerfehler. Ich hatte ganz vergessen, daß Weiß in dieser Reihenfolge ja noch mit dem Spinger zurückschlagen kann.} (16... Bxe5 17. fxe5 Bxd3 18. Qxd3 Nd5 {und es ist eher Weiß, der um Ausgleich kämpfen muß.}) 17. Nxd3 {und das weiße Zentrum ist nach e4 nicht ungefährlich.} a5 18. Rc1 Qe7 19. Qf3 Rfc8 20. Rc4 {Weiß hat die Initiative und besetzt die c-Linie, um irgendwann einmal die schwarzen Damenflügelbauern abzupflücken.} (20. e4 Bc7) 20... Rab8 21. Rfc1 Rxc4 22. Rxc4 Nd7 23. Qc6 h6 ( 23... e5 $2 24. fxe5 Nxe5 25. Bxe5 Bxe5 26. Qc8+ $1 Qe8 27. Qxe8+ Rxe8 28. Nxe5 {und wegen des Grundreihenmatts kann Schwarz nicht zurückschlagen.}) 24. e4 e5 25. Be3 $2 (25. Bf2 exf4 26. Rd4 Rb6 27. Qd5 Nf8 28. Qxa5 Rb8 $11) 25... exf4 26. Nxf4 $4 (26. Bxf4 Ne5 (26... Bxf4 27. Nxf4 Ne5 28. Qc7 $11) 27. Nxe5 Bxe5 28. Bxe5 Qxe5 $17) 26... Ne5 $19 27. Qd5 (27. Nd5 {hilft nicht:} Nxc6 28. Nxe7+ Nxe7) 27... Nxc4 28. Qxc4 Qc7 29. Qxc7 Bxc7 30. Kf2 Bxf4 31. Bxf4 Rc8 32. Kf3 Rc2 33. e5 Rxa2 0-1

In der fünften Runde stellte ich dann in der Eröffnung ohne Not und ganz primitiv einen Bauern ein. Ich konnte gegen Alexander Stöber vom SC Dingelstädt noch Remis halten, was angesichts der Tatsache, daß Alexander über 100 DWZ-Punkte in dem Turnier gewann, offenbar eine größere Leistung war als ich dachte.

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[Event "7. Vellmarer Schachtage A-Gruppe"] [Site "Vellmar"] [Date "2015.08.08"] [Round "5.20"] [White "Stöber, Alexander"] [Black "Braun, Ingram"] [Result "1/2-1/2"] [ECO "B26"] [WhiteElo "1734"] [BlackElo "1861"] [SetUp "1"] [FEN "r2qr1k1/1p1bnp1p/p3p1p1/2Qp4/4P3/2PP2P1/PP3PBP/R2N1RK1 b - - 0 17"] [PlyCount "21"] [EventDate "2015.06.06"] [EventType "swiss"] [EventRounds "7"] [EventCountry "GER"] 17... Bb5 {Schwarz hatte schlicht einen Bauern eingestellt und ist jetzt irgendwie auf der Suche nach Kompensation.} 18. Ne3 Rc8 19. Qa3 d4 (19... Bxd3 20. Rfd1 Bb5) 20. cxd4 $2 ({Kurioserweise haben wir hier beide selbst noch in der Analyse} 20. Ng4 {[%csl Ge8,Gf6,Gg8] übersehen, wonach Schwarz auf die Gabeldrohung reagieren muß.} Kg7 21. c4 $18) 20... Qxd4 {Jetzt ist es nicht mehr ganz so einfach, die weißen Figuren zu organisieren.} 21. Rfd1 Rc7 22. Qa5 b6 23. Qd2 Rd7 24. Bf1 Red8 25. Ng4 $2 {Das ist nur ein Tempoverlust.} ({ Jetzt hätte er mal die c-Linie besetzen sollen.} 25. Rac1 Qxe4 26. dxe4 Rxd2 27. Rxd2 Rxd2 28. Bxb5 axb5 29. Rc2 $14) 25... h5 26. Ne3 (26. Nh6+ $2 Kg7 { verliert irgendwann den eingeklemmten Springer.}) 26... Bxd3 ({Hier hatte ich noch überlegt, ob man mit} 26... Nc6 {weiter Druck machen soll. Es bleibt aber alles sehr remislich.} 27. Rac1 (27. Qc3 Qxc3 28. bxc3 Bxd3 29. Bg2 Ne5 30. f4 Nc4 31. Nxc4 Bxc4 32. Rxd7 Rxd7) 27... Ne5 28. Qc3 Bxd3 29. Qxd4 Rxd4 30. Bxd3 Nxd3 31. Rc6 b5 32. b3 Nb4 33. Rxd4 Rxd4 34. Rc8+ Kg7 35. a3 Nd3 36. b4 Rxe4 37. Ra8 $11) (26... Qxe4 27. dxe4 Rxd2 28. Bxb5 axb5 29. Rac1 {ergibt praktisch dasselbe Endspiel wie vorhin.}) 27. Bxd3 Qxd3 {(=)} 1/2-1/2

Bisher war mein Sonntagsergebnis bei den Kasseler bzw. Vellmarer Schachtagen 10/12 (+9 -1 =2), aber diesmal gelang mir nicht viel. In der sechsten Runde unterlag ich Dr. Volker Gassmann (SF Katernberg).

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[Event "7. Vellmarer Schachtage A-Gruppe"] [Site "Vellmar"] [Date "2015.08.09"] [Round "6.15"] [White "Braun, Ingram"] [Black "Gassmann, Volker"] [Result "0-1"] [ECO "A03"] [WhiteElo "1861"] [BlackElo "2129"] [SetUp "1"] [FEN "r1b2rk1/p1qn1ppp/1ppbp3/4N3/3PBP2/6P1/PPP4P/R1BQ1RK1 b - - 0 13"] [PlyCount "49"] [EventDate "2015.06.06"] [EventRounds "7"] [EventCountry "GER"] 13... Bb7 {Das Problem an der weißen Stellung ist, daß sich der Abtausch der weißfeldrigen Läufer schlecht vermeiden läßt, wonach die Königsstellung etwas luftig ist.} 14. Nxd7 Qxd7 15. Be3 (15. Qf3 $2 f5 16. Bd3 c5 $19) (15. Qd3 f5 16. Bg2 c5) 15... Rfd8 16. Qe2 Rac8 (16... c5 17. Bxb7 Qxb7) 17. f5 Rc7 {um dem Spieß auf f5 aus dem Weg zu gehen. Ich bin mir allerdings nicht ganz im Klaren, wie man die Stellungen nach dem Qualitätsgewinn bewerten soll, weil der schwarze Weißfelder sehr effektiv in die weiße Königsstellung sticht.} (17... exf5 18. Bxf5 Qe7 (18... Qc7 19. Bxc8 Rxc8 20. Bf4) 19. Bxc8 Rxc8) 18. f6 g6 (18... c5 19. Bxb7 Rxb7 20. dxc5 Bxc5 21. Bxc5 bxc5 22. Rad1 $11) 19. Qf3 Ba6 20. Rf2 Bc4 21. Bf4 {Ich war sehr froh, den Läufer abtauschen zu können, da jetzt die Dame das Matt bewachen muß.} Bd5 22. Re1 Bxf4 23. Qxf4 Qd6 {[%cal Gd6f8,Gf4h6]} 24. Qd2 (24. Qg5 {wollte ich nicht spielen, weil dann nach Df8 immer h6 mit Tempogewinn folgen kann. Wäre aber wohl dennoch das beste gewesen.} Bxe4 25. Rxe4 Qf8) 24... Qf8 25. b3 {Meine Zeit wurde langsam ziemlich knapp, und ich gerate langsam auf die falsche Fährte. Ich wollte einen Turm auf die h-Linie bringen, aber das ist suboptimal. Wichtiger wäre es gewesen, daß Eindringen der schwarzen Türme auf die fünfte Reihe zu verhindern.} (25. Bxd5 Rxd5 26. c4 Rd6 (26... Rh5 27. Re5 Qh6 28. Qxh6 Rxh6) 27. Re4 Rc8 (27... c5 28. d5 exd5 29. cxd5 Rc8 30. Rh4 $2 Rcd8) 28. Rh4 c5 29. Qe3) 25... c5 26. Qf4 Rcd7 27. dxc5 Bxe4 28. Rxe4 Qxc5 29. Qh6 (29. Kg2 g5) 29... Qf8 30. Qe3 Rd5 31. Rh4 R8d7 32. Kg2 Rc5 33. g4 $2 { [%cal Ge3h3] Der Plan funktioniert schlicht nicht.} Rdd5 $6 (33... Qa8+ 34. Kh3 Qc6 35. c4 (35. Qh6 $4 Rc3+ $19) 35... b5 36. Qh6 $4 Rd3+) 34. Rd2 $2 (34. c4) 34... Qa8 35. Kg1 Rg5 36. Qf2 {Schon hier hätte ich beinahe die Zeit überschritten.} h5 37. c4 Qe4 {Zeitüberschreitung, aber das verändert am Resultat ohnehin nichts mehr.} 0-1

In der letzten Runde traf ich dann auf Heidi Kuschel vom der Schachvereinigung Lauterbach. Die Partie wurde schnell Remis, wobei die Chancen eindeutig bei meiner Gegnerin lagen.

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[Event "7. Vellmarer Schachtage A-Gruppe"] [Site "Vellmar"] [Date "2015.08.09"] [Round "7.25"] [White "Kuschel, Heidi"] [Black "Braun, Ingram"] [Result "1/2-1/2"] [ECO "D30"] [WhiteElo "1599"] [BlackElo "1861"] [SetUp "1"] [FEN "r2q1rk1/pp3pp1/1bn2n1p/3p1b2/8/1N3NP1/PP2PPBP/R1BQ1RK1 w - - 0 13"] [PlyCount "19"] [EventDate "2015.06.06"] [EventRounds "7"] [EventCountry "GER"] 13. Nbd4 {Eine übliche Isolanistellung. Schwarz hat etwas Probleme damit, daß Weiß wohl mal einen Springer nach f5 bringen wird. Damit komme ich gar nicht gut zurecht, obwohl hier noch alles in Ordnung ist.} Bg6 $6 { Tempoverlust!} (13... Be4 $142) 14. b3 Re8 15. e3 Be4 16. Bb2 Nxd4 (16... Nb4 $142 {z. B.} 17. Ne1 (17. a3 Nd3 18. Qe2) 17... Qd6 18. a3 Nc6 19. Nef3) 17. Nxd4 Bxg2 18. Kxg2 Qe7 $2 {[%csl Gf5][%cal Yd4f5,Yf5e7] Ich dachte, Sf5 geht wegen des Schachs nicht.} (18... Qd7) 19. Nf5 Qe4+ (19... Qe6) 20. Qf3 {Huch!} Re6 21. Qxe4 ({Ich hielt} 21. Rfd1 {für besser. Ist er aber offenbar nicht.} Rc8 22. Qxe4 Nxe4 23. Rac1 $1 (23. Rxd5 $2 Rc2) (23. Nxg7 Rc2 24. Nxe6 Rxf2+ ( 24... Rxb2) 25. Kg1 Rxb2 26. Nd4 Ng5 $11) 23... Rxc1 24. Rxc1 f6) 21... dxe4 22. Rfd1 {(=)} (22. Rfd1 Bc5 (22... Rc8 $2 23. Bxf6 gxf6 (23... Rxf6 $4 24. Ne7+)) 23. Rac1 b6 24. h3 h5 {So kann man die Stellung wohl noch zusammenhalten, aber Weiß hat einen latenten Vorteil.}) 1/2-1/2

Per Saldo habe ich genau meine DWZ-Erwartung erfüllt. Der ESV Göttingen war diesmal sehr stark vertreten, und das zahlte sich bei der Siegerehrung reichlich aus.

Siegerehrung des Familienpreises. Hinter Jan und Alexander Hilverda (von rechts) wurde Familie Sieber (die Geschwister Bert, Fiona und Cassandra) Zweite und Familie Ziegenfuß (Vater Holger und Tochter Larissa, Tochter Antonia fehlt auf dem Bild) Dritte. Sitzend der Vellmarer Vereinsvorsitzende Frank Gundlach.
Holger Ziegenfuß spielte das Turnier seines Lebens und kam als fünfter sogar in die regulären Preisgeldränge. Von rechts aufsteigend: Philipp Humburg, Holger, WIM Yu Ting, Kevin Schröder, Alexander Hilverda, Ferenc Langheinrich
Fiona Sieber konnte noch den Ratingpreis < 2100 gewinnen. Daneben Richard Zahn, Ruben Gideon Köllner und Alexander Stöber (v. r. n. l.).

Man kann den Verantwortlichen (hauptsächlich vom SK Vellmar) nur dafür danken, daß sie diese tolle Veranstaltung auf die Beine stellen und ihnen für nächstes Jahr deutlich über 200 Teilnehmer wünschen.

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