Meisterturnier des Niedersächsischen Schachverbandes

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Die Landesmeisterschaft von Niedersachsen findet tradionell direkt nach dem Jahreswechsel in Verden an der Aller statt. Mittlerweile wird sie in vier Leistungsklassen als siebenrundiges Turnier im Schweizer System ausgetragen. Während die Open A bis C auch verbandsfremden Spielern offen stehen, sind im Meisterturnier nur Spieler zugelassen, die ihre Spielberechtigung im NSV haben. Neben den vorderen Plätzen des Vorjahres sind dies die Bezirksmeister, der Landesdähnepokalsieger und Freiplätze aufgrund hoher Wertung. Dieses Jahr fehlten viele Topspieler, wodurch sich Chancen für die jüngeren Teilnehmer eröffneten. Am Ende gewann FM Christian Polster (HSK Lister Turm), der dann später auch Landesjugendmeister wurde. Ich war erst zum zweiten Mal dabei, da ich Bezirksmeister geworden war. Bei meiner ersten Teilnahme im Jahre war ich mit 1½ Punkten nur Letzter geworden, und selbst mein Sieg resultierte aus einem Glücksschuß in Verluststellung. Viel Raum für Verbesserungen war da nicht, denn ich war wiederum nur Vorletzter der Setzliste. Nüchtern betrachtet ist das Meisterturnier für stärkere Spieler als mich geschaffen worden. Deshalb konnte das sportliche Ziel auch nur lauten, nicht Letzter zu werden. Der Auftakt verlief dann auch gar nicht gut. Uwe Rau (VfR Heisfelde aus Leer), älteren Göttinger Kämpen noch aus seiner Zeit bei Tempo Göttingen bekannt, nahm mich schnell auseinander, nachdem ich unerklärlich passiv spielte.

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[Event "Niedersachsen-ch MT"] [Site "Verden/Aller"] [Date "2018.01.04"] [Round "1.8"] [White "Rau, Uwe"] [Black "Braun, Ingram"] [Result "1-0"] [ECO "B42"] [WhiteElo "2119"] [BlackElo "1990"] [Annotator "Braun,Ingram"] [SetUp "1"] [FEN "r1bqr1k1/4npbp/p1p3p1/2Bp4/Q3P3/2NB4/PP3PPP/2R2RK1 b - - 0 14"] [PlyCount "18"] [EventDate "2018.01.04"] [EventType "swiss"] [EventRounds "7"] [EventCountry "GER"] [SourceDate "2017.02.10"] [SourceVersionDate "2017.02.10"] 14... Bb7 $2 {Schwarz nimmt eine viel zu passive Position ein. Dabei gab es genug Möglichkeiten für Gegenspiel.} (14... Rb8 $142 15. b4 dxe4 16. Bxe4 (16. Nxe4 $2 Qxd3 17. Nd6 Be6 $17) 16... Bxc3 17. Rxc3 Nd5 18. Bxd5 cxd5 $11) 15. Qb4 Qd7 $2 (15... Bc8 $142) 16. Na4 {[%cal Ga4b6,Gb6d7,Gb6a8]} Nc8 $2 { Jetzt steckt Schwarz wirklich in Schwierigkeiten.} (16... dxe4 17. Bxe4 a5 18. Qb3 Qc7) (16... Rab8 $2 17. Ba7) (16... a5 17. Qb3 Qc7) 17. Rfe1 a5 18. Qb3 Ba6 19. Bxa6 Rxa6 20. Rcd1 Qd8 $4 {Das stellt die Partie gleich weg.} (20... Ra8 { ist nicht schön, aber immer noch eine Weile verteidigungsfähig.}) 21. Qb7 Ra7 22. Bxa7 Re7 23. Bb6 1-0

In der zweiten Runde bekam ich dann mit der 15jährigen WFM Lara Schulze (SK Lehrte) eines der großen niedersächsischen Talente zugelost. Ich hatte gute Chancen, verlor aber in Zeitnot völlig den Faden.

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[Event "Niedersachsen-ch MT"] [Site "Verden/Aller"] [Date "2018.01.04"] [Round "2.7"] [White "Braun, Ingram"] [Black "Schulze, Lara"] [Result "0-1"] [ECO "C02"] [WhiteElo "1990"] [BlackElo "2082"] [Annotator "Braun,Ingram"] [SetUp "1"] [FEN "2kr1b1r/pp1b2pp/1qn1p2n/3pP3/8/PNP2N2/2B2PPP/R1BQ1RK1 b - - 0 13"] [PlyCount "53"] [EventDate "2018.01.04"] [EventType "swiss"] [EventRounds "7"] [EventCountry "GER"] [SourceDate "2017.02.10"] [SourceVersionDate "2017.02.10"] 13... Nf7 {Hier steht Weiß eigentlich recht gut, da die dymanischen Möglichkeiten eher bei ihm liegen.} 14. Re1 Qc7 15. Bf4 (15. Qe2 $142) 15... Be7 16. h4 {Das soll Gegenspiel mit g5 verhindern, verschafft aber Schwarz auch Gegenchancen.} ({Sofort} 16. Nbd4 {wäre wohl besser gewesen:} Nxd4 17. cxd4 g5 18. Be3) 16... Rdg8 17. Nbd4 Nxd4 18. cxd4 Kb8 19. Qd2 Qd8 20. Bg5 Nxg5 21. hxg5 h5 22. Reb1 h4 23. Bd3 h3 24. g3 Rf8 $2 (24... h2+ 25. Kh1 Bc6 26. Bb5 $16 {sichert Weiß einen soliden Vorteil.}) 25. Nh4 Bxg5 26. Qb2 b6 27. Ng6 Rf3 28. Be2 (28. Nxh8 $144 Rxd3 29. Nf7 Qe7 30. Qe2 Rd2 31. Qf3 Rxd4 32. Nxg5 Qxg5 33. Qf8+) 28... Rhf8 29. Bxf3 Rxf3 30. Qe2 Rf5 31. f4 $2 $16 (31. a4 $1 { bringt Schwarz jetzt in große Schwierigkeiten, weil er keine Zeit hat, auf Springerjagd zu gehen.} Qe8 32. a5 b5 33. g4 Rf7 34. Ra3 $18) 31... Be8 32. g4 {Das geht sogar noch, aber in Zeitnot wird mir die offene weiße Königsstellung zum Verhängnis.} (32. Kh2) 32... Bxg6 33. gxf5 Bxf5 34. Rf1 $4 (34. Qd2) (34. Qh2) 34... Bxf4 $1 35. Qh5 $2 (35. Rxf4 $142 {ist nicht gut, aber man hätte so spielen müssen.} Qg5+ 36. Rg4 Bxg4 37. Qf2 h2+ 38. Kxh2 Bf5 { Der weiße König steht zu schlecht.} 39. a4 (39. Re1 Qh5+ 40. Kg1 Qg4+ 41. Qg2 Qxd4+ 42. Qf2 Qg4+ 43. Qg2 Qc4) 39... Qh5+ 40. Kg3 Qh3+ 41. Kf4 Qg4+ 42. Ke3 Qe4+ 43. Kd2 Qd3+ 44. Ke1 Qc3+) 35... g6 {Das ist praktisch ein Damenfang.} 36. Qf3 Qg5+ 37. Kf2 Qh4+ 38. Kg1 h2+ 39. Kh1 Be4 0-1

Nach zwei Niederlagen hieß der Gegner dann Ulf Stoy vom SK Neustadt am Rübenberge. Er war der einzige, der etwas weniger DWZ hat als ich (und wir die beiden einzigen unter 2000 DWZ). Es entwickelte sich ein spannender Kampf, bei dem ich knapp mit Unentschieden davonkam.

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[Event "Niedersachsen-ch MT"] [Site "Verden/Aller"] [Date "2018.01.05"] [Round "3.8"] [White "Stoy, Ulf"] [Black "Braun, Ingram"] [Result "1/2-1/2"] [ECO "A26"] [WhiteElo "1943"] [BlackElo "1990"] [Annotator "Braun,Ingram"] [SetUp "1"] [FEN "4rrk1/pppqn1bp/2n1b1p1/3NppB1/2P1P3/3P2P1/PP1QN1BP/R4RK1 b - - 0 13"] [PlyCount "55"] [EventDate "2018.01.04"] [EventType "swiss"] [EventRounds "7"] [EventCountry "GER"] [SourceDate "2017.02.10"] [SourceVersionDate "2017.02.10"] 13... Kh8 (13... Nc8 $142 {[%cal Gc8d6]}) 14. Bh6 Bxh6 15. Qxh6 Ng8 16. Qd2 Nd8 17. Qc3 {[%cal Gc3h8] Diese Fesselung hat mich in der Partie ziemlich beschäftigt, obwohl hier wohl noch nichts Schlimmes passiert ist.} (17. Qa5) 17... Qg7 18. Rae1 (18. exf5 Bxf5 19. Rae1) 18... c6 19. Ne3 h6 $2 {um mal den König aus der Diagonale zu ziehen.} (19... fxe4 20. Bxe4 Rxf1+ 21. Rxf1 Nh6 { wäre besser gewesen, weil es die schwarzen Figuren etwas mobilisiert.}) 20. b3 (20. exf5 Bxf5 21. b4 {Um die Stellung zu öffnen.}) 20... Kh7 ({Wiederum} 20... fxe4) 21. Kh1 Bc8 ({Und wieder} 21... fxe4) 22. exf5 gxf5 23. d4 $16 { Jetzt kommt Weiß zu einer vorteilhaften Variante der Stellungsöffnung.} exd4 24. Qxd4 Qxd4 25. Nxd4 f4 {Der f-Bauer ist nicht zu halten. Es bleibt nichts anderes als in Leichtfigurenendspiel abzuwickeln und zu hoffen, daß der Bauer da nicht so ins Gewicht fällt.} 26. Rxf4 Rxf4 27. gxf4 Nf6 28. Nec2 Rxe1+ 29. Nxe1 c5 $6 (29... Ne6 $142 30. Nf5 Nxf4 31. Nd6 Bd7 32. Nxb7 {Zwar hat Weiß jetzt eine entfernte Majorität, aber die läßt sich nur um den Preis weiterer Bauernabtäusche mobilisieren.}) 30. Nb5 {[%csl Gb7,Gc8][%cal Gb5a7, Gb5d6] Ich habe übersehen, daß das ist wegen der Drohung Sd6 praktisch ein Doppelangriff ist. Jetzt habe ich in Zeitnot aber einen lichten Moment.} Bf5 $1 31. Nc3 (31. Nxa7 Nh5) (31. Nd6 Bb1 32. Nf3 Bxa2 33. Nd2 Ne6 34. Nxb7 Kg6 { [%cal Ge6d4,Gd4b3] Weiß schafft es nicht, den Läufer dauerhaft abzuklemmen.}) 31... Nh5 32. Nd5 Bb1 33. Bf3 Ng7 34. Bd1 Be4+ 35. Bf3 Bb1 36. a3 Nge6 37. Kg2 Ba2 38. Bd1 Nd4 39. Nc2 Bxb3 (39... Nxb3 40. Nc3 Nc1) 40. Nce3 Bxd1 {(=)} 1/2-1/2

Gegen CM Fabian Stotyn (SK Nordhorn-Blanke) hatte ich erst kürzlich in der Schlußrunde des Bad Harzburg Opens gespielt, wo er sich mit einem Sieg einen sensationellen Turniersieg sichern konnte. Jetzt spielten wir am letzten Brett des niedersächsischen Meisterturniers! Sic transit gloria mundi! Er nahm das allerdings ziemlich gelassen. Auch hier stand ich zeitweilig ziemlich gut und verpasste dann kurz vor Schluß noch eine überraschende Ausgleichschance.

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[Event "Niedersachsen-ch MT"] [Site "Verden/Aller"] [Date "2002.01.05"] [Round "4.9"] [White "Braun, Ingram"] [Black "Stotyn, Fabian"] [Result "0-1"] [ECO "B26"] [WhiteElo "1990"] [BlackElo "2213"] [Annotator "Braun,Ingram"] [SetUp "1"] [FEN "r2qk2r/pp3p1p/2np2p1/3Pp3/4P1b1/4QNP1/PP3PBP/R4RK1 b kq - 0 19"] [PlyCount "49"] [EventDate "2018.01.04"] [EventType "swiss"] [EventRounds "7"] [EventCountry "GER"] [SourceDate "2017.02.10"] [SourceVersionDate "2017.02.10"] 19... Nb4 $2 {In Verbndung mit der noch nicht erfolgten Rochade ist dieser Ausflug nicht ganz ungefährlich.} (19... Bxf3 $142 20. dxc6 Bxg2 21. cxb7 Bxf1 22. bxa8=Q Qxa8 23. Rxf1 O-O $11 {aber vermutlich für Weiß bequemer zu spielen.}) 20. Qb3 (20. Qh6 Nd3 21. Rfd1 Nc5 22. Rdc1 Bxf3 23. Bxf3 $16) 20... Qb6 21. Nd2 {[%cal Gd2c4]} Be2 22. Rfc1 $2 (22. Rfe1 Ba6 23. Re3 Rc8 24. Qa4+ Qb5 25. Qxb5+ Bxb5 26. Rb3 Nc2 27. Rc1 a6 28. Bh3 Rc7 29. Rc3 Rxc3 30. bxc3 Na3 31. c4 Ba4 32. Rc3 Nc2 33. c5 Nd4 34. Kg2 Bd7 35. Bxd7+ Kxd7 36. Nc4 { hätte die schwarzen Probleme offen gelegt.}) 22... O-O 23. a3 $2 (23. Bf1 Qd4 24. Bxe2 Qxd2 25. Bf1 $16 {hätte Weiß immer noch eine bequeme Stellung gelassen.}) 23... Nd3 $15 24. Qxb6 axb6 25. Rc7 $2 ({Hier war es schon angesagt, mit} 25. Rc3 Nxb2 26. Rb1 Na4 27. Re3 Ba6 {eher nach Ausgleich zu suchen.}) 25... Rfc8 26. Rxb7 Rc2 27. Nf1 Rxb2 28. Ne3 $2 ({Nur} 28. Rd7 { hätte die Partie fortsetzen können.}) 28... Nc5 (28... Nxf2 $1 29. Kxf2 $2 Ba6+) 29. Rc7 Bb5 $2 (29... b5 $1 $19) 30. h4 Kg7 $2 {Jetzt bekommt Weiß doch noch einmal Gegenspiel, bei allerdings schon sehr knapper Zeit.} (30... h5 $1 { stoppt die weißen Pläne zuverlässig.}) 31. h5 Kf6 $2 (31... Be2 32. f4 Rb3 33. fxe5 Rxe3 34. Kf2 Rc3 35. Kxe2) 32. h6 {Jetzt ist der schwarze König sogar mattgefahren ausgesetzt, was für ein Remis reichen sollte.} Rf8 33. Bf3 $2 ({Schade!} 33. f4 $1 Be2 ({Es drohte Matt:} 33... Nd3 $4 34. Ng4#) 34. Re1 exf4 35. gxf4 g5 36. Bf1 Bxf1 37. e5+ Kg6 38. Rxf1 gxf4 39. Nc4 $11) 33... Kg5 $1 {Jetzt kann sich der König selbst verteidigen.} 34. Kg2 Kxh6 35. Nd1 Rb3 36. Ne3 (36. Ra2) 36... Kg7 37. Nc2 Bd3 38. Nb4 Bxe4 39. Bxe4 Nxe4 40. Nc6 Rb2 41. Kf3 Nf6 42. Ne7 Re8 43. Nc8 e4+ 0-1

Mein sympathischer Mannschaftsführerkollegen Jürgen Garbuszus, mit dessen Peiner SV wir schon so einige Kämpfe in der Verbandsliga Ost ausgefochten haben, verschäfte früh das Spiel, nachdem ein Bauernvorstoß nicht so ganz das erwartete Resultat erbracht hatte. Nach den für solche taktischen Gemetzel üblichen Irrungen und Wirrungen unter hohem Zeitverbrauch kam schließlich doch noch das richtige Resultat heraus und ich gewann.

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[Event "Niedersachsen-ch MT"] [Site "Verden/Aller"] [Date "2018.01.06"] [Round "5.9"] [White "Garbuszus, Juergen"] [Black "Braun, Ingram"] [Result "0-1"] [ECO "D44"] [WhiteElo "2012"] [BlackElo "1990"] [Annotator "Braun,Ingram"] [SetUp "1"] [FEN "r1b2rk1/pp3ppp/2n1pq2/P7/1bBP4/2N2N2/1P3PPP/R2Q1RK1 b - - 0 12"] [PlyCount "43"] [EventDate "2018.01.04"] [EventType "swiss"] [EventRounds "7"] [EventCountry "GER"] [SourceDate "2017.02.10"] [SourceVersionDate "2017.02.10"] 12... Bxa5 $6 {Verhaftet den vorwitzigen Bauern und hat ihn mehr.} (12... Nxa5 {ist vielleicht noch etwas besser.}) 13. Ne4 Qe7 14. Nfg5 $2 {Will den Bauernverlust mit brachialer Gewalt rechtfertigen. Das sollte aber nach hinten losgehen.} Bb6 $2 {Erstmal bekommt er aber Recht!} (14... Bc7 15. Nxh7 $4 Qh4 { [%cal Gh4h2,Gh4h7,Gc7h2]}) ({Auch} 14... h6 {ist in Ordnung.}) 15. Qh5 $2 ({ Nachdem ich gezogen hatte, bemerkte ich den sofortigen Einschlag auf h7:} 15. Nxh7 $1 {Jürgen ärgerte sich hinter sehr, daß ihm das entgangen war, zumal wir in der Analyse beide dachten, daß Weiß relativ einfach gewinnt.} Qh4 ( 15... Kxh7 $2 16. Qh5+ Kg8 17. Ng5 Qxg5 18. Qxg5 Bxd4 19. Qb5 {und Weiß bekommt nicht genug Material.}) 16. Neg5 (16. Nxf8 $2 Qxe4) 16... Nxd4 17. Ra3 e5 18. Rg3 Bf5 19. Nxf8 Rxf8 20. Re1 Bg6 21. Bd5 $16 {Jetzt nehmen alle weißen Figuren am Angriff teil. Praktisch dürfte diese Stellung schwer zu verteidigen sein, auch wenn noch kein unmittelbarer Gewinn droht.}) 15... h6 { Im Grunde ist der weiße Angriff abgeschlagen. Schwarz muß jetzt nur noch seinen Damenflügel entwickeln und gewinnt dann praktisch automatisch.} 16. d5 {Hält auch der Computer für das Beste, ist aber schon eine Art Harakiri-Angriff. Immerhin hat es mich sehr viel Zeit gekostet.} exd5 17. Bxd5 Ne5 {Das deckt f7 und nimmt den weißen Figuren jede Menge Felder zum manövrieren.} 18. Ra3 $2 ({Das objektiv Beste ist} 18. Nf3 {aber damit fände er sich mit dem Bauernverlust einfach ab.} Nd3 {[%csl Gb2,Gf2]}) (18. h3 hxg5 19. Nxg5 Bf5 20. Rae1 Bg6 21. Rxe5 Bxh5 22. Rxe7 Bd8 23. Re5 Bf6) 18... Bg4 { Jetzt sammelt Schwarz einfach die in zu vielen gegenseitigen Abhängigkeiten verknoteten Figuren ein.} 19. Qh4 Bf5 $2 {Reicht zum Gewinnen.} ({Aber} 19... Rad8 20. Bb3 Rd4 {wäre noch stärker gewesen.}) 20. Qf4 Bg6 21. Rh3 (21. Nf3 Rfe8 {wäre besser, ändert aber nichts am Resultat.}) 21... Rad8 22. Ba2 Rd4 ( 22... hxg5) 23. Qg3 Bxe4 (23... hxg5 $144 {wäre aber wohl praktisch etwas einfacher gewesen.}) 24. Rxh6 $1 {Das verändert zwar an der Stellungsbewertung nichts, aber ist ein kluger Versuch, auf meine bereits begonnene Zeitnot zu spekulieren.} Bg6 ({Man hätte ihn auch einfach wegnehmen können:} 24... gxh6 25. Nxe4+ ({Am Brett war ih mir in kurzer Zeit nicht sicher, wie} 25. Nxf7+ {zu bewerten ist:} Kh7 26. Nxe5 Bc7 {Es droht nichts.}) 25... Kh7 26. Bb1 f5 {und Weiß hat keine ernstzunehmende Drohungen mehr.}) 25. Rxg6 Nxg6 (25... Rg4 $142) 26. Nxf7 Rxf7 (26... Kh7) 27. Qxg6 Qf6 28. Qc2 Rd8 29. Kh1 Kf8 30. Qh7 Qh6 $2 (30... Qxf2 $1 {gewinnt sofort.} 31. Qh8+ Ke7) 31. Qe4 Bc7 32. g3 (32. h3 Qf4 {und Damentausch.}) 32... Qc6 33. Bd5 $4 (33. Qxc6 bxc6 34. Bxf7 Kxf7 $19) 33... Qxd5 0-1

Ich muß zugegen, daß ich sehr erleichtert war, daß es kein siegloses Turnier mehr werden würde. Aber es kam noch besser. In der Nachmittagsrunde am selben Tag gelang mir noch ein Sieg gegen den amtierenden niedersächsischen Jugendmeister Wilken Brunner (TSV Neubruchhausen). In der Eröffnung konnte ich mich vage an ein seltenes Gambit erinnern und riskierte es, obwohl man der Partie anmerkt, daß ich nicht sehr vertraut damit bin.

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[Event "Niedersachsen-ch MT"] [Site "Verden/Aller"] [Date "2018.01.06"] [Round "6.7"] [White "Braun, Ingram"] [Black "Brunner, Wilken"] [Result "1-0"] [ECO "C02"] [WhiteElo "1990"] [BlackElo "2035"] [Annotator "Braun,Ingram"] [SetUp "1"] [FEN "r4knr/pp1b2pp/3b1p2/3pq2B/8/8/PP3PPP/RNBQ1RK1 w - - 0 14"] [PlyCount "67"] [EventDate "2018.01.04"] [EventType "swiss"] [EventRounds "7"] [EventCountry "GER"] [SourceDate "2017.02.10"] [SourceVersionDate "2017.02.10"] 14. g3 {[%cal Gc1f4] Weiß hatte mit einem seltenen Gambit überrascht. Das war eine spontane Eingebung am Brett. Schwarz hat zwar einen Mehrbauern im Zentrum, aber der Rochadeverlust in einer offenen Stellung läßt eher Weiß im Vorteil. Leider spielt Weiß in der Eröffnung zu ungenau, um diesen Vorteil zu konservieren. Hier macht sich negativ bemerkbar, daß er selbst über das Gambit nicht allzuviel wußte.} Ne7 15. Nc3 (15. Bf4 $142 Qe6 (15... Qxb2 $4 16. Bxd6 Qxa1 17. Qe2) 16. Re1 Be5 17. Bxe5 fxe5 18. Qf3+ Qf5 19. Rxe5 $16) 15... Bc5 16. Bf4 (16. Re1 $142 Qf5 17. Be3 Bxe3 18. Rxe3 Rd8 $2 19. g4 Qg5 (19... Qf4 $2 20. Rxe7 g6 (20... Kxe7 $4 21. Nxd5+) 21. Nxd5 Ba4 22. Rxb7 Bxd1 (22... Rg8 23. Nxf4 Rxd1+ 24. Rxd1 Bxd1 25. Ne6+ Ke8 26. g5 gxh5 27. Ng7+ Kf8 28. gxf6) 23. Nxf4) 20. Qd4) 16... Qf5 17. Rc1 (17. Re1 $142 Rd8 (17... g5 18. Be3 Bxe3 19. Rxe3) 18. Bf3) 17... b6 (17... Rc8 18. h3 {[%cal Gh5g4,Gg4d7]} Qe6) 18. Be2 $2 (18. Re1 Rc8 (18... Bxf2+ $2 19. Kxf2 g5 20. Rxe7 Kxe7 21. Nxd5+ Kf8 22. Ne3 Qe6 23. Bg4) 19. Rc2) 18... g5 (18... h5 $144) 19. Be3 (19. Bd3 Qg4 (19... Qh3 20. Be3 d4 21. Qf3 Kg7 22. Ne4 Raf8)) 19... Bxe3 20. fxe3 Qe5 {Jetzt hat Weiß auch eine Schwäche, und die meisten seiner Figuten stehen nicht angriffsbereit. Hier dachte ich lange nach und kam zu dem Schluß, daß trotz des Minusbauerns die dominante schwarze Dame abgetauscht werden sollte. Jetzt hat Weiß auch eine Schwäche, und die meisten seiner Figuren stehen nicht angriffsbereit. Hier dachte ich lange nach und kam zu dem Schluß, daß trotz des Minusbauerns die dominante schwarze Dame abgetauscht werden sollte.} 21. Qd4 (21. Bf3 Bh3 (21... Qxe3+ 22. Kg2 Re8 23. Nxd5 Nxd5 24. Qxd5 Qe7 25. Rfe1 Be6 26. Qd4) 22. Re1 {wäre die Alternative gewesen.}) (21. e4 $2 d4 22. Nd5 Nxd5 23. exd5 Kg7 24. Bf3 Rhe8 25. Rf2 Kh8) 21... Qxd4 $11 (21... Kg7 $142 22. Rfd1 (22. Rcd1 Be6) 22... Qxd4 23. exd4 {Weiß hat zwar einen Bauern weiniger, aber d5 dürfte als Mehrbauer wenig Wert sein, so daß ungefähr Ausgleich herrscht.}) 22. exd4 {Schwarz hat seine Türme immer noch nicht entwickelt, muß die schwachen Bauern auf d5 und f6 decken sowie auf einen Einstieg auf c7 aufpassen. Das schien mir genug Spiel für den Minusbauern.} Kg7 23. Bf3 Bc6 (23... Rac8 $144 24. Rce1 (24. Nxd5 Rxc1 25. Rxc1 Nxd5 26. Bxd5 Rc8 27. Rxc8 Bxc8) 24... Rhe8 $144 25. Bh5 Ng6 26. Rxe8 Bxe8 27. Nxd5 Bb5 28. Rf2 $4 (28. Re1 Rc2 29. Ne3 Rxb2 30. Rc1) 28... Rc1+ 29. Kg2 Bc6) 24. Rfe1 Kf7 (24... Rhe8 25. Nd1 (25. Re6 Rac8 26. Nxd5 $2 Bxd5 27. Rxc8 Rxc8 28. Rxe7+ Kf8 29. Re3 Rc1+ 30. Kg2 (30. Kf2 Rc2+ 31. Re2 Rxe2+ 32. Bxe2 Bxa2) 30... Rc2+ 31. Kg1 Bf7 32. b4 h5 33. d5 Rxa2 34. Rc3 g4 35. Be4 Re2 36. d6 Be6 37. Bg6 Rd2 38. Rc6 Rd5 $17)) 25. Bh5+ (25. Nb5 $144 Bxb5 26. Rc7 Kg6 (26... Rae8 $4 27. Bh5+ Kg7 28. Bxe8 Rxe8 29. Rexe7+ Rxe7 30. Rxe7+ $18) 27. Rexe7) 25... Ng6 26. Nd1 Rhe8 $2 {Erlaubt Weiß das Eindringen nach c7.} (26... Rac8 { hält die Stellung im Gleichgewicht.}) 27. Rxe8 (27. Ne3) 27... Bxe8 28. Rc7+ Kg8 (28... Ke6 $142 {hätte hier den Ausgleich gehalten, allerdings hätte man einen kleinen Trick sehen müssen.} 29. Rxh7 Nf8 30. Bg4+ f5 31. Rh6+ Bg6 32. Bh5 Kf7 33. Bxg6+ $2 (33. h4 Bxh5 34. Rxh5 Ne6 35. hxg5 Nxd4) 33... Kg7 34. Rh3 $15) 29. Bf3 Rd8 $2 (29... Kf8 30. Rxh7 Ne7 31. Ne3 Rd8 32. h4 gxh4 33. Rxh4 { wäre wohl immer noch aushaltbar gewesen.}) 30. Rxa7 {Jetzt kann dieser Bauer verhaftet werden, ohne daß die Kontrolle der siebenten Reihe aufgegeben werden muß.} Nf8 31. Ne3 Ne6 $2 (31... Bg6 $142 $18) 32. Nxd5 Nxd4 33. Nxf6+ Kf8 (33... Kh8 $4 34. Rxh7# {Dieses wichtige Mattmotiv spielt noch mehrfach eine Rolle.}) 34. Nxh7+ Kg8 35. Bd5+ (35. Nxg5 $144) 35... Kh8 (35... Rxd5 $4 36. Nf6+ Kf8 37. Nxd5) 36. Nf6 {[%cal Ga7h7]} Bg6 37. Be4 Bxe4 38. Nxe4 g4 ( 38... Nf3+ 39. Kf2 ({Einfach} 39. Kg2 g4 40. h3 gxh3+ 41. Kxh3 {geht auch.} ( 41. Kxf3 $4 Rf8+ 42. Ke2 h2 $19 43. Ng5 h1=Q {[%cal Gh1h7]})) 39... Rf8 40. Rb7 Nd2+ 41. Ke3 Nc4+ 42. Kd4 Nxb2 43. Rxb6 $18) 39. Nf6 {Und wieder droht Matt.} Nf3+ 40. Kf2 Rd2+ 41. Ke3 Rxh2 42. Nxg4 Rxb2 43. Kxf3 b5 44. Nf6 Rh2 45. Rh7+ ( 45. Kf4 Rh6 46. Kg5) 45... Rxh7 46. Nxh7 Kxh7 47. Ke4 1-0

Damit war bereits vor der letzten Runde bereits klar, daß ich nicht auf den letzten beiden Plätzen einkommen würde. Das hatte aber auch zur Folge, daß ich vor der letzten Runde ein bißchen zu entspannt war, um einem starken Gegner wie FM Tobias Vöge (HSK Lister Turm) ist, standzuhalten.

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[Event "Niedersachsen-ch MT"] [Site "Verden/Aller"] [Date "2018.01.07"] [Round "7.6"] [White "Braun, Ingram"] [Black "Voege, Tobias"] [Result "0-1"] [ECO "B25"] [WhiteElo "1990"] [BlackElo "2167"] [Annotator "Braun,Ingram"] [SetUp "1"] [FEN "1r3rk1/p3np1p/1q1pp1p1/8/1p1QPP2/6P1/PPP1R1BP/3R2K1 b - - 0 18"] [PlyCount "33"] [EventDate "2018.01.04"] [EventType "swiss"] [EventRounds "7"] [EventCountry "GER"] [SourceDate "2017.02.10"] [SourceVersionDate "2017.02.10"] {[#]} 18... Rfc8 {Die Schwächen c2 und d6 sollten sich gegenseitig neutralisieren, so daß ungefähr Ausgleich herrscht.} 19. Kf1 {Nach dem Damentausch soll der König c2 decken.} Qxd4 20. Rxd4 Rc6 21. Ke1 Nc8 (21... Ra6 22. c4 Rxa2 23. Rxd6 {bringt nicht viel.}) 22. Kd1 $2 (22. Rf2 $142 Ra6 23. f5 e5 24. Rc4 {kreiert genug Gegenspiel, um die Partie im Gleichgewicht zu halten.}) 22... Ra6 23. Re3 $2 {Danach ist die Partie kaum zu halten. Weiß laboriert in der Folge nicht nur an einem Minusbauern, sondern vor allem daran, daß er einen Läufer hinter dem eigenen Bauern nicht mehr flottkriegt.} (23. c3 Rxa2 24. cxb4 Ra4 25. Rc2 a5 26. Ke2 axb4 {soll noch eine Lösung sein.}) ( 23. e5 d5) 23... Rxa2 24. Rb3 $2 (24. b3 $142) 24... a5 25. c3 Nb6 26. Bf3 (26. Rxd6 $2 Nc4 27. Rd7 Nxb2+ 28. Ke1 Na4) 26... Na4 27. cxb4 Nxb2+ 28. Kc1 Na4 29. b5 Nc5 30. Rb1 a4 31. Rbb4 Nb3+ 32. Kb1 Rf2 33. Rd3 Nd2+ 34. Rxd2 Rxd2 0-1

Auch wenn es für mich in dieem Turnier nur um den Kampf gegen die rote Laterne geht, würde ich immer wieder teilnehmen, wenn ich mich qualifizieren sollte. Man lernt dort unheimlich viel über Schach, und Verwerten muß man dann halt in etwas schwächeren Turnieren. Bei mir hat das mit der erstmaligen Qualifikation zur Endrunde der Deutschen Amateurmeisterschaft in der Gruppe B ausgezeichnet geklappt.

Wörter, ≈ Zeichen